Geschmacksland

Top 10 Länder nach Reiskonsum pro Kopf weltweit in Kilogramm pro Jahr

Top 10 Länder nach Reiskonsum

Reis ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt. Für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung bildet er die tägliche Ernährungsbasis – insbesondere in Südostasien und in Teilen Westafrikas. Anders als in Europa, wo Reis meist eine Beilage ist, fungiert er in vielen Ländern als zentrales Hauptnahrungsmittel, das mehrmals täglich konsumiert wird.

Die aktuellen Daten zum Reiskonsum pro Kopf zeigen ein klares Bild: Westafrikanische Staaten und südostasiatische Länder dominieren die Statistik deutlich. Gründe dafür sind kulturelle Traditionen, klimatische Bedingungen, lokale Landwirtschaft und eine Küche, in der Reis nicht ersetzt, sondern ergänzt wird.

1. Gambia

310 kg pro Kopf

Gambia führt das weltweite Ranking beim Reiskonsum pro Kopf mit großem Abstand an. Reis ist hier das zentrale Grundnahrungsmittel und wird fast täglich in großen Portionen verzehrt. Besonders verbreitet sind Gerichte wie Benachin (auch bekannt als Jollof-ähnlicher Ein-Topf-Reis) und Domoda, ein Erdnusseintopf mit Reis.

Ein wesentlicher Grund für den außergewöhnlich hohen Reiskonsum liegt in der geografischen Lage des Landes. Gambia erstreckt sich fast vollständig entlang des Gambia-Flusses, dessen fruchtbare Überschwemmungsgebiete seit Jahrhunderten ideale Bedingungen für den Reisanbau bieten. Durch die geringe Landesgröße und die begrenzte landwirtschaftliche Vielfalt hat sich Reis als dominierendes Grundnahrungsmittel etabliert und dient für große Teile der Bevölkerung als wichtigste Kalorienquelle.

2. Myanmar

271 kg pro Kopf

In Myanmar ist Reis allgegenwärtig. Er wird nicht nur zu jeder Mahlzeit serviert, sondern ist auch tief in der kulturellen Identität des Landes verankert. Typische Gerichte sind Mohinga (Reisnudelsuppe) oder gedämpfter Reis mit Fisch, Gemüse und Currys.

Reis wird hier nicht als Beilage wahrgenommen, sondern als Grundlage jeder Mahlzeit. Zudem ist Myanmar ein traditionelles Reisanbauland, was die Verfügbarkeit und den regelmäßigen Konsum zusätzlich fördert.

3. Kambodscha

262 kg pro Kopf

Kambodscha gehört zu den klassischen Reiskulturen Südostasiens. Reis wird mehrmals täglich gegessen, häufig begleitet von Fisch, fermentierten Saucen oder Gemüse. 

Der hohe Konsum ist eng mit der ländlichen Lebensweise und der starken Eigenproduktion verbunden. Reis ist günstig, sättigend und kulturell unverzichtbar.

4. Bangladesch

250 kg pro Kopf

Bangladesch zählt zu den Ländern mit dem höchsten Reiskonsum weltweit. Reis ist hier die dominierende Kalorienquelle für große Teile der Bevölkerung. Typische Gerichte sind gedämpfter Reis mit Linsen (Dal), Fisch oder Gemüse.

Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und begrenzter Alternativen ist Reis nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch die wichtigste Nahrungsgrundlage. Begünstigt wird dies durch die geografische Lage Bangladeschs im fruchtbaren Ganges-Brahmaputra-Delta, einem der wasserreichsten Flussgebiete der Welt. Die zahlreichen Flüsse, Überschwemmungsflächen und das feuchte Klima schaffen ideale Bedingungen für den intensiven Reisanbau und sichern eine ganzjährige Verfügbarkeit.

5. Guinea-Bissau

239 kg pro Kopf

Guinea-Bissau steht exemplarisch für den hohen Reiskonsum in Westafrika. Reis wird hier in großen Mengen konsumiert, oft in Kombination mit Fisch, Palmöl, Erdnüssen oder Gemüse. Reisgerichte sind einfach, nahrhaft und an die lokalen Bedingungen angepasst.

Der hohe Konsum erklärt sich durch die Bedeutung von Reis als Hauptsättigungsquelle und durch begrenzten Zugang zu anderen Grundnahrungsmitteln.

6. Komoren

228 kg pro Kopf

Auf den Komoren ist Reis ein fester Bestandteil der täglichen Ernährung. Er wird häufig mit Fisch, Kokosmilch und Gewürzen kombiniert. Die Inselküche ist stark vom Indischen Ozean geprägt, wobei Reis als neutrale Basis für aromatische Beilagen dient.

Die begrenzten landwirtschaftlichen Flächen machen Reis zu einem der effizientesten und wichtigsten Grundnahrungsmittel.

7. Laos

224 kg pro Kopf

Laos ist bekannt für seinen hohen Konsum von Klebreis, der traditionell mit den Händen gegessen wird. Reis begleitet fast jede Mahlzeit und wird oft mit Kräutern oder anderen fermentierten Produkten serviert.

Der hohe Konsum spiegelt die tiefe kulturelle Verwurzelung von Reis wider.

8. Vietnam

219 kg pro Kopf

Vietnam kombiniert eine lange Reisanbau-Tradition mit einer äußerst vielfältigen Küche. Reis wird gedämpft, zu Nudeln verarbeitet oder als Reispapier genutzt. 

Reis ist hier sowohl alltägliche Nahrung als auch kulinarische Grundlage für nationale Spezialitäten.

9. Philippinen

200 kg pro Kopf

Auf den Philippinen gilt eine Mahlzeit ohne Reis für viele Menschen als „nicht vollständig“. Reis wird zu den verschiedensten Gerichten serviert, oft begleitet von Soßen und Essig-Marinaden.

Der hohe Konsum ist eng mit der Alltagskultur verbunden und wird durch eine hohe Verfügbarkeit und staatliche Förderprogramme unterstützt.

10. Sierra Leone

191 kg pro Kopf

Sierra Leone schließt die Top 10 mit einem sehr hohen Reiskonsum ab. Reis wird traditionell mit Blattgemüse oder Fisch gekocht. Besonders verbreitet sind einfache, nährstoffreiche Gerichte, die große Familien sättigen.

Reis spielt hier eine zentrale Rolle für Ernährungssicherheit und Alltagstauglichkeit.

Quelle: FAOSTAT

Weitere passende Links:

Welche Länder produzieren am meisten Reis? Entdecke die Top 10 Reisproduzenten der Welt und ihre Rolle für die globale Ernährung.

Welche Länder trinken den meisten Tee?: Unser Artikel zu den Top-10-Teekonsumenten

Top 10 Länder mit dem höchsten Gewürzkonsum

Entdecke die Top 10 Honigkonsumenten weltweit